Aus der letzten Vokszählung
des Jahres 1996, die vor kurzer Zeit von der Regierung vorgenommen
wurde, geht hervor, daß es in Spanien 39.652.742 Einwohner
gibt.
DIE INTERESSANTESTEN
ERGEBNISSE DIESER VOLKSZÄHLUNG SIND:
1. Andalusien,
die Kanaren und Balearen steigern bedeutend ihre Bevölkerugszahlen.
2. Gebiete,
die traditionsgemäß Auswanderer hervorbrachten,
erleben daß diese an ihren Ausgangspunkt zurückkehren.
Es handelt sich meist um Emigranten aus Andalusien (hauptsächlich
nach Katalonien ausgewandert) und Galizien (Bestimmungsort
Baskenland).
3. In
den letzten Jahren ist die Bevölkerung Spaniens um 1,2
Millionen gestiegen. Experten sagen, daß in den ersten
Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts die Bevölkerung geringer
sein wird. Aus diesem Grund geht man davon aus, daß
in Spanien mit Einwanderern zu rechnen ist. Momentan sind
500.000 legale Einwanderer registriert.
4. Madrid
hat im Zeitraum von 1991 bis 1996 Einwohner verloren; genauer
gesagt: 143.642 Personen. Die Bevölkerung von Madrid
verhält sich wie in anderen europäischen Städten
auch: sie verlassen das Zentrum und verlegen sich auf die
Stadtrandbezike. Es zeigt sich, daß die Großstädte
die junge Generation veranlassen, in andere Städte umzusiedeln,
wo die Möglichkeiten einen Arbeitsplatz zu finden größer
sind, eine Wohnung einfacher zu finden ist und die Lebenshaltungskosten
geringer sind. Jedoch hat die Bevölkerung der autonomen
Gemeinschaft von Madrid zugenommen, auch wenn die Tendenz
nicht zu den großen Städten geht. Auch hiert zeigt
sich, daß die Bevölkerung im Zentrum abnimmt und
in den Randzonen zunimmt.
5. Die
Frauen im Baskenland haben die geringste Geburtenrate der
ganzen Welt und haben im Durchschnitt nur ein Kind (0,9%)
bei einer normalen Durchschnittsrate von 2,1 in den restlichen
Gebieten. In den letzten 50 Jahren haben fast 40.000 Personen
das Baskenland verlassen (Jugendarbeitslosigkeit, Industriekrise,
Terroismus, usw.), um einen Arbeitsplatz in einer anderen
spanischen Provinz zu finden.
6. Auch
andere große Städte wie Barcelona verlieren Einwohner
(genau 134.734 Personen). Gleiches passiert in den Städten
Bilbao und Valencia in geringerem Verhältnis.
7. Es
kommen galizische Auswanderer aus Deutschland, der Schweiz
und anderen europäischen Staaten zurück. Viele von
den Heimgekehrten sind Rentner.
8. Alicante
ist die Stadt mit dem größten Bevölkerungszuwachs
im ganzen nationalen Gebiet. Eine Steigerung von 10,6% ist
auf die große Anzahl ausländischer Zuwanderer in
verschiedenen Urbanisationen zurück-zuführen.
Zusammengefaßt kann
man sagen, daß die spanische Bevölkerung aus fast
40 Millionen Einwohnern besteht. Die großen Städte
verlieren an Interesse wegen der Unannehmlichkeiten. Auswanderer
kehren an ihre Geburtsorte zurück. Experten sagen, daß
im kommenden Jahrhundert weniger Personen in Spanien leben
werden. |