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Die spanische Bevölkerung   Dezember 1997
 
José Luis Hernández Socorro Curriculo
Ökonom. Direktor von Gestiones.com
 
Aus der letzten Vokszählung des Jahres 1996, die vor kurzer Zeit von der Regierung vorgenommen wurde, geht hervor, daß es in Spanien 39.652.742 Einwohner gibt.

DIE INTERESSANTESTEN ERGEBNISSE DIESER VOLKSZÄHLUNG SIND:

1. Andalusien, die Kanaren und Balearen steigern bedeutend ihre Bevölkerugszahlen.

2. Gebiete, die traditionsgemäß Auswanderer hervorbrachten, erleben daß diese an ihren Ausgangspunkt zurückkehren. Es handelt sich meist um Emigranten aus Andalusien (hauptsächlich nach Katalonien ausgewandert) und Galizien (Bestimmungsort Baskenland).

3. In den letzten Jahren ist die Bevölkerung Spaniens um 1,2 Millionen gestiegen. Experten sagen, daß in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts die Bevölkerung geringer sein wird. Aus diesem Grund geht man davon aus, daß in Spanien mit Einwanderern zu rechnen ist. Momentan sind 500.000 legale Einwanderer registriert.

4. Madrid hat im Zeitraum von 1991 bis 1996 Einwohner verloren; genauer gesagt: 143.642 Personen. Die Bevölkerung von Madrid verhält sich wie in anderen europäischen Städten auch: sie verlassen das Zentrum und verlegen sich auf die Stadtrandbezike. Es zeigt sich, daß die Großstädte die junge Generation veranlassen, in andere Städte umzusiedeln, wo die Möglichkeiten einen Arbeitsplatz zu finden größer sind, eine Wohnung einfacher zu finden ist und die Lebenshaltungskosten geringer sind. Jedoch hat die Bevölkerung der autonomen Gemeinschaft von Madrid zugenommen, auch wenn die Tendenz nicht zu den großen Städten geht. Auch hiert zeigt sich, daß die Bevölkerung im Zentrum abnimmt und in den Randzonen zunimmt.

5. Die Frauen im Baskenland haben die geringste Geburtenrate der ganzen Welt und haben im Durchschnitt nur ein Kind (0,9%) bei einer normalen Durchschnittsrate von 2,1 in den restlichen Gebieten. In den letzten 50 Jahren haben fast 40.000 Personen das Baskenland verlassen (Jugendarbeitslosigkeit, Industriekrise, Terroismus, usw.), um einen Arbeitsplatz in einer anderen spanischen Provinz zu finden.

6. Auch andere große Städte wie Barcelona verlieren Einwohner (genau 134.734 Personen). Gleiches passiert in den Städten Bilbao und Valencia in geringerem Verhältnis.

7. Es kommen galizische Auswanderer aus Deutschland, der Schweiz und anderen europäischen Staaten zurück. Viele von den Heimgekehrten sind Rentner.

8. Alicante ist die Stadt mit dem größten Bevölkerungszuwachs im ganzen nationalen Gebiet. Eine Steigerung von 10,6% ist auf die große Anzahl ausländischer Zuwanderer in verschiedenen Urbanisationen zurück-zuführen.

Zusammengefaßt kann man sagen, daß die spanische Bevölkerung aus fast 40 Millionen Einwohnern besteht. Die großen Städte verlieren an Interesse wegen der Unannehmlichkeiten. Auswanderer kehren an ihre Geburtsorte zurück. Experten sagen, daß im kommenden Jahrhundert weniger Personen in Spanien leben werden.

 
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