Das Finanzamt hat verschiedene Kriterien
für die Durchführung von Steuerinspek-tionen in
der Bevölkerung. Das erste Kriterium ist auf alle Fälle
die Nichteinhaltung von Steuerverpflichtungen. Das bedeutet
die Steuererklärungene innerhalb der gestzlichen Frist
zu präsentieren. Ausserdem existieren noch die sogenannten
Jahrespläne für die Inspektion, bei deren Durchführung
willkürlich entschieden wird, welche Personen oder Gesellschaften
geprüft werden.
Ist der Steuerpflichtige im Plan
der Inspektion erfasst, erhält er einen Brief in dem
ein bestimmter Tag festgelegt wird an dem er beim Finanzamt
erscheinen muss.
die Steuerpflichtigen haben die Möglichkeit
bei einer solchen Inspektion die Hilfe eines Steuerberaters
in Anspruch zu nehmen, der aufgrund einer Repräsenta-tionsvollmacht
zur Klärung beitragen und die entsprechende Person
verteidigen kann.Erst kürzlich wurde ein Gesetz geschaffen,
das sich "Status des Steuer-pflichtigen " nennt.
Dieses Gesetz dient dazu den Missbrauch von Steuerinspek-tionen
seitens des Finanzamtes zu verhindern.
Normalerweise werden bei einer Prüfung
Nachweise darüber verlangt, das die Steuern korrekt
gezahlt wurden. Ausserdem wird geprüft, ob die Firmen
die Steuervegünstigungen, die ihnen zustehen, korrekt
angewandt haben und ob die zur steuersenkung abgesetzten
Kosten, wirklich auch absetzbare Kosten sind.
Werden bei der Überprüfung
Unregelmässigkeiten festgestellt, so erstellt der Prüfer
eine Zusammenfassung, in der dem Finanzamt hinterzogene
Betrag erscheint. Darin sind Verzugzinsen enthalten, seit
dem Zeitpunkt an dem der korrekte Betrag hätte eingezahlt
werden müssen und ausserdem werden noch Strafgelder
verhängt, die sich nach der Höhe der Steuerschuld
richten. Ist der Steuerpflichtige einverstanden mit dem
was der Prüfer als falsch gewertet hat, so unterschreibt
er die Erklärung " in Übereinstimmung".
Ist er nicht damit einver-standen, so kann er die Erklärung
" in nicht Übereinstimmung" unterschreiben
und muss ein Schreiben einreichen in dem er die Gründe
darlegt warum er das vorgehen des Prüfers als nicht
korrekt erachtet. Danach entscheiden die Gerichte, ob die
Einwände richtig sind oder nicht. Werden sie als nicht
richtig bewertet hat man die Möglichkeit bei der nächst
höheren Instanz Berufung einzulegen.
Die Gründe einer Inspektion hängen
von den Kriterien ab denen die Prüfer folgen und von
den nationalen Plänen für die Prüfungen.
Ein Hauptgrund ist sicherlich wenn die Steuererklärungen
nicht fristgerecht präsentiert werden. Aber es gibt
auch andere:
die
Angabe von zu hohen Kosten bei vermietetem Eigentum.
die
unkorrekte Anwendung von Abschreibungen auf Investitionen.
die
Erklärung von überhöhten Kosten bei gewerblicher
oder professioneller Aktivität.
die
Durchführung von Transaktionen mit Dritten, die über
500.000,- pts liegen, wenn diese danach nicht in der entsprechenden
Steuererklärung deklariert werden.
die
Benutzung von Steuerparadiesen als Sitz zu dem Zeitpunkt
an dem die Steuererklärung gemacht werden muss.
die
nicht rechtmässige Ausnutzung von Steuervorteilen beim
Kauf von Immobilien.
Die Finanzbehörden der europäischen
Union arbeiten von Mal zu Mal besser zusammen, so dass zum
Beispiel ein Austausch von Steuerinformationen erfolgt,
damit es keine Hinterziehung zwischen den eiinzelnen Ländern
gibt.