Spanien hat die Vereinigten Staaten
in der Legalisierung der elektronischen Unterschrift überholt.
Die spanische Regierung veröffentlichte im vergangenen
Jahr (18.09.1999) ein Gesetz über die elektronische Unterschrift,
in dem der Gebrauch dieses digitalen Systems für bestimmte
kommerzielle und geschäftliche Operationen geregelt wird.
Danach ist die elektronische Unterschrift voll rechtmässig.
Jetzt hat auch der amerikanische Senat
mit absoluter Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das die
elektronische der traditionellen Unterschrift gleichsetzt.
Die Konsequenzen dieses Gesetzes werden revolutionär
sein. Die elektronische Unterschrift wird bei allen Arten
von Verträgen, Hypotheken und Versicherungen gültig
sein. Ein einfacher Klick mit der Maus des Computers, nun
mit gesetzlicher Rückendeckung, wird den elektronischen
Handel in Bewegung setzen, dadurch kann man Geschäfte
über tausende von Millionen Dollar per Internet abwickeln.
Die elektronische Unterschrift wird die gleiche Gültigkeit
haben wie die Namenszeichnung auf Papier.
Das Gesetz über die digitale Unterschrift
wird unkalkulierbare Auswirkungen in der Geschäftswelt
haben: Geschäftsleute können mit einem simplen
Mausklick vom Büro aus oder von Zuhause mittels des
Cyberspace Verträge über Millionen von Dollar
unterzeichnen . Oder Verbraucher nehmen auf diese Weise
eine Hypothek auf, um ein Auto oder ein Haus zu kaufen.
Die einen wie die anderen unterschreiben, während sie
vor ihrem Bildschirm sitzen.
Das Gesetz verstärkt ausserdem
die Rechtmässigkeit der derzeit schon massiv ausgeübten
Praktiken des elektronischen Versandhandels: Den Kauf jedweder
Art von Gütern oder Service per Internet, von Ferien
in der Karibik über Bücher, Filme und CDs bis
zum Designersofa. Dieses Gesetz wird den elektronischen
Handel verstärken und unterstüzen. In den USA
beispielsweise hat es in den letzten zwei Jahren ein spektakuläres
Wachstum auf diesem Gebiet gegeben.
Die Unternehmen der Vereinigten Staaten
haben grossen Druck ausgeübt, um das Gesetz in Gang
zu bringen. Sie sparen Milliarden von Dollar und unendliche
Stunden, in denen sie sich mit Papierkram beschäftigen.
Der genehmigte Gesetzestext berücksichtigt
auch, dass einige Privatpersonen beunruhigt sind. Er besagt,
dass ohne ihr Einverständins kein Übereinkommen
für ein Geschäft im Internet zustandekommt.
Wenn sie keine Einkäufe tätigen
oder Verträge via Cyberspace abschliessen wollen, werden
sie volles Recht haben, von ihren Gesprächspartnern
Dokumente auf Papier und Unterschriften mit Tinte zu verlangen.
Ausserdem werden alle Benachrichtigungen über Vertragsauflösungen
oder -beendigungen weiterhin schriftlich kommuniziert werden.
Zum Beispiel das baldige Ende einer Versicherungspolice,
die Benachrichtigung, dass der Strom "abgedreht"
wird oder das die Beendigung eines Mietverhältnisses.
Zusammenfassung: Die elektronische Unterschrift
wird den Handel auf vielen Sektoren vergrössern. Momentan
kann man schon ohne Probleme Reisen, Musik, Bücher,
Eintrittskarten oder Blumen kaufen, Finanzgeschäfte
tätigen und Sportangebote auswählen etc. Abgesehen
davon werden wir aber auch weit wichtigere und grössere
Geschäfte abschliessen können, z.B. ein Haus kaufen,
einen Kredit beantragen oder ein Auto anschaffen, ohne uns
aus dem Haus zu bewegen.