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Die Steuerprüfung   Mai 2001
 
José Luis Hernández Socorro Curriculo
Ökonom. Direktor von Gestiones.com
 
Das Finanzministerium realisiert jedes Jahr einen Steuerprüfungsplan. Ausserdem können die regionalen Finanzämter die steuerliche Situation von den Personen oder Firmen überprüfen und untersuchen, bei denen es ihnen angebracht erscheint.

Die Personen, die vom Finanzamt inspiziert werden sollen, werden mit einem Brief über die anstehende Untersuchung und Überprüfung der. Steuern informiert. In dem Brief wird mitgeteilt, an welchem Datum und zu welcher Uhrzeit sie beim Finanzamt vorstellig werden müssen. Es besteht die Möglichkeit, einen Repräsentanten zu ernennen, der. sich mi den Steuerinspekteurn auseinandersetzt.

Die Inspektoren sind Beamte, deren Tätigwerden strafrechtliche Konsequenzen haben kann. Normalerweise werden die Steuerprüfungen in den Büros des Finanzamtes durchgeführt, doch sie können auch im Domizil der. Personen oder des Unternehmens realisiert wrden, wenn der. jeweilige Inspektor das für angemessen hält.

Die Inspektoren können die Firmen in den normalen Geschäftszeiten besuchen. Wenn ihnen der. Eintritt verwehrt wird, kann das wegen Widerstand und Behinderung der. Untersuchung zu ernsten Problemen für die zu prüfende Firma führen. In einigen Fällen, wenn es sich um die Privatwohnung einer Person handelt, ist jedoch ein Durchsuchungsbefehl notwendig.

Die Inspektoren sind auch berechtigt, bei Mitarbeitern Informationen einzuholen.

Folgende Dokumente werden normalerweise bei einer Steuerinspektion erbeten:

Die Buchführungsunterlagen der. Firma. Belege müssen sechs Jahre aufgehoben werden, man darf mit der. Buchführung nicht mehr als vier Monate im Rückstand sein.
Rechnungen des Unternehmens von Lieferanten und Kunden.
Eingereichte Steuererklärungen der. zu überprüfenden Jahre
Bankbewegungen und -auszüge. Die Bankhäuser sind verpflichtet, den Steuerbehörden über jedwede Person oder jedwedes Unternehmen Auskunft zu geben, wenn Informationen beantragt werden. Dazu gehören
Bankbewegungen (laufende Konten, Festgeld, Kredite usw.) und Zertifikate sowie Bankauszüge.
· Kaufverträge von Hauseigentum, Mietverträge usw.
Lässt ein Unternehmen den Inspektoren gewünschte Buchführungsdaten nicht zukommen, weil das Unternehmen sich weigert, weil Akten verlorengangen sind oder aus anderen Gründen, kann die Steuerbehörde die sogenannte indirekte Schätzung anwenden. Das bedeutet, dass das Finanzamt aufgrund der. ihm zur Verfügung stehenden Daten eine Schätzung der. buchhalterischen Situation vornimmt. Dieses System ist in der. Regel nachteiliger für die geprüfte Person.

Die Tätigkeiten der. Inspekteure werden in einem "Ermittlungen" genannten Dokument festgehalten. Nach der. Analyse der. Inspektionsdaten fasst man sie in einem Prüfungsbericht zusammen. Hierin werden folgende Informationen vermerkt: Deklarierte Summen, vom Finanzamt entdeckte und nicht deklarierte Summen, nicht bezahlte Steuern, Strafen für die Nichteinhaltung der. Zahlungsfrist der. Steuern, Verzugszinsen vom Beginn der. Überschreitung der. Zahlungsfrist an bis zur Redaktion des Prüfungsberichts. Die geprüfte Person bzw. das inspizierte Unternehmen kann die Entscheidung der. Inspekteure akzeptieren, es kann jedoch auch die gegenteilige Meinung bestehen. Sollte dies der. Fall sein, muss innerhalb von 15 Tagen Einspruch eingelegt werden. Dann liegt die Entscheidung darüber, wer Recht bekommt, in den Händen des Gerichts.

 
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