Am 11. September 2001 wurden die
Städte New York und Washington Opfer zweier Attentate,
die die westliche Welt nur schwerlich vergessen wird. Die
Vereinigten Staaten wurden durch die Terroranschläge
auf die Symbole ihrer Wirtschafts- und Militärmacht (die
Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und
das Pentagon in Washington) schwer getroffen. Die politischen
und wirtschaflichen Konsequenzen in der westlichen Welt waren
folgende:
1. Die Regierungen
der westlichen Länder und der NATO-Mitgliedstaaten
bilden eine gemeinsame Front auf der Suche nach Sicherheit,
mit der Absicht den Schuldigen der Anschläge zu suchen
und überprüfen welche Gegenmaßnahmen sie
ergreifen werden.
2. Die UNO mahnt zur
Besonnenheit und dazu, kein vorschnelles Urteil zu fällen.
3. Praktisch alle europäischen
Staaten - sowohl der Europäischen Union als auch anderer
Staaten wie zum Beispiel Russland - drücken Ihre Anteilnahme
aus.
4. Persönlichkeiten
der arabischen Welt, darunter der Palästinenserführer
Yasir Arafat sowie der arabische Führer Muamar Al Gadafi,
sprechen der USA ihr Beileid aus und bieten sogar humanitäre
Hilfe an.
5. Bestimmte Bereiche
der arabischen Welt verurteilen das Attentat nicht (Irak,
Afghanistan, andere)
6. Israel spricht sein
Mitgefühl aus und befürwortet, die Schuldigen
des Attentats zu suchen.
7. Länder wie
Kuba und China drücken den USA ihre Anteilnahme aus.
8. Börsensturz
in fast allen Länder der Welt, die die Reaktion der
Vereinigten Staaten abwartet. Die Investoren zeigen sich
angesichts der vorherrschenden Unsicherheit im Aktiengeschäft
vorsichtig.
9. Die USA verbilligen
das Geld in dem Versuch, den Fall der Wirtschaft aufzuhalten
und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Es sollte auf jeden Fall verhindert werden, dass mangelde
Liquidität (wie 1929) durch die Schließung der
Wall Street (die Investoren können ihr Geld nicht abholen)
das Wirtschaftssystem abwürgt.
10. Die Investoren
verlieren das Vertrauen in den Dollar, der daraufhin fällt.
Als "Fluchtwährung" gewinnen der Euro und
der Schweizer Franken an Substanz.
11. Die Versicherungsgesellschaften
rechnen mit Entschädigungen in Milliardenhöhe.
12. Einige Fluggesellschaften
müssen Mitarbeiter entlassen, da die Menschen das Vertrauen
in das Verkehrsmittel Flugzeug verloren haben. Auch Boeing
(größter Flugzeughersteller) und Fluglinien wie
United Airlines beginnen mit Entlassungen. Urlauber stornieren
Reisen in arabische Länder und auch Reisen nach New
York und Washington werden annulliert.
13. Die Unternehmer
der Kanarischen Inseln - wenn auch weitab vom eigentlichen
Geschehen - sind verunsichert angesichts der touristischen
Erwartungen, obwohl sich die Wirtschaftsaktivität anscheinend
vorerst nicht verändert hat. Aber der gestiegene Benzinpreis
verteuert das Reisen und dies verteuert auf die Dauer auch
die Pauschalreisen, was wiederum zu weniger Urlaubern führen
wird. Bisher haben die Hotels der Insel aber noch keinen
Rückgang mitgeteilt.
14. In den westlichen
Ländern wächst die Ablehnung gegenüber der
arabischen Welt. Man sollte jedoch bedenken, dass in allen
europäischen Ländern und Staaten der westlichen
Welt arabische Gemeinschaften leben.
15. Die USA drohen
Afghanistan mit einem langen Krieg, falls diese nicht den
mutmaßlichen Urheber der terroristischen Anschläge,
Osama Bin Laden, ausliefern sollten. Der Nachteil einer
solchen Aktion wäre, dass sich verschiedene islamistisiche
Länder Afghanistan in einem "Heiligen Krieg"
anschließen würden, um ihre Ideen zu verteidigen.