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Der Euro rückt immer näher   November 2001
 
José Luis Hernández Socorro Curriculo
Ökonom. Direktor von Gestiones.com
 
Ab dem 1. Januar 2002 wird der Euro zur Einheitswährung der Europäischen Union. Alle alltäglichen Zahlungen, die bisher mit Pesetas abgewickelt wurden, werden dann mit dem Euro getätigt. Auch alle normalen Geschäftsvorgänge wie z. B. Kaufgeschäfte, Rechnungen, Buchführung etc., werden dann ausschließlich in Euro abgewickelt.

Wert: 1 Euro entspricht 166,386 Peseten. Um die Umrechnung zu vereinfachen, merken wir uns als Referenz: 500 Peseten sind 3 Euro und 1000 Peseten entsprechen 6 Euro.

Umtauschfrist:

28. Februar: Bis zu diesem Termin existieren Peseten und Euro nebeneinander. Das heißt man kann Rechnungen sowohl in Euro als auch in Peseten bezahlen.

Vom 1. März bis 30. Juni kann man Peseten in den Banken oder Sparkassen gegen Euro eintauschen.

Ab dem 1. Juli tauscht später nur noch die spanische Nationalbank "Banco de España" Peseten ein.

Steuererklärungen:

Ab dem 1. Januar 2002 müssen alle Steuererklärungen in Euro ausgewiesen werden. Nach diesem Datum werden keine Erklärungen mehr in Pesetas akzeptiert. Dies sollten alle Firmen berücksichtigen.

Buchführung: Ab dem 1. Januar 2002 werden alle Buchungen und Einträge in Euro ausgeführt. Ebenso müssen alle Rechnungen ab diesem Datum in Euro ausgestellt sein. Alle Firmen müssen daher ihre Buchführungsprogramme, Rechnungsformulare, Gehaltsabrechnungen, etc. entsprechend aktualisieren.

Einkaufen:

Wenn wir ab dem 1. Januar in Peseten bezahlen, bekommen wir unser Wechselgeld in Euro zurück.

Banken:

Der 1. Januar 2002 ist ein Dienstag. Da dieser Tag ein Feiertag ist, haben die Banken geschlossen. Am nächsten Tag können alle Bürger ihre Peseten in jedem Finanzinstitut gebührenfrei in Euro umtauschen - auch wenn Sie nicht Kunde dieses Geldinstituts sind. Da der Umtausch gebührenfrei ist, muss sich niemand ausweisen. Nur das Gesetz zur Verhinderung der Geldwäsche fordert die Identifikation der Personen, die mehr als 2,5 Millionen Peseten bewegen. Auch müssen Schecks über 500.000 (3.005 Euro) namentlich ausgestellt sein.

Prinzipiell ist der Umtausch gebührenfrei, aber in einigen Ländern wie z. B. Deutschland erheben die Banken Gebühren für diejenigen Personen, die kein Konto bei dem entsprechenden Geldinstitut haben. Auch in Holland und Österreich wird für den Umtausch ein Entgelt erhoben.

Bankautomaten:

24 Stunden nach dem Stichtag 1. Januar werden 85% der 44.000 Bankautomaten nur noch Eurobanknoten im Wert von 10, 20 und 50 Euro herausgeben. In den ersten Tagen des Jahres 2002 wird es sogar nur 10- und 20-Euro-Scheine am Bankautomaten geben.

Ab dem 15. Dezember können die Bürger in jeder Bank einen Satz Euro-Geldscheine und Münzen im Wert von 12,02 Euro (2.000 ptas) erhalten, auch wenn man sie bis zum 1. Januar noch nicht einsetzen kann.

In den ersten zwei Wochen des nächsten Jahres verlängern viele Banken ihre Öffnungszeiten.

Alle Schecks und Überweisungen werden ab dem 1. Januar in Euro ausgeführt.

Am 31. Dezember 2001 wandeln alle Banken automatisch die Konten zum festgelegten Umtauschkurs in Euro um. Nach dem 31.12. ist es unmöglich ein Konto in Pesetas zu führen.

Rundung:

Man sollte darauf achten, ob die Preise richtig gerundet werden, damit sich hinter der Aufrundung auf zwei Dezimalstellen keine heimliche Preiserhöhung versteckt.

Arbeitsverträge und Gehälter:

Ab dem 1. Januar werden alle Löhne und Gehälter in Euro gezahlt, auch wenn der Vertrag vor 2002 geschlossen wurde.

Wasser- und Stromrechnung:

Die europäische Kommission hat den Wasser- und Stromwerken empfohlen, ihre Rechnungen schon ab September 2001 in Euro auszustellen, damit sich die Bürger an die neue Währung gewöhnen.

Falschgeld:

Die genauen Identitätsmerkmale für den Euro sind noch geheim, um Fälschungen im voraus zu unterbinden. Dennoch weiß man bereits von einigen Merkmalen wie, Leuchtmarken für UV-Licht, Wasserzeichen, etc. um die Erkennung von Falschgeld zu erleichtern. Leider wird es immer Scheine geben, die bevorzugt gefälscht werden, wie z. B. der 500 Euro-Schein. Man wird den Euro auch in Ländern außerhalb der Europäischen Union benutzen können.

Design der Münzen und Scheine:

Das Design der Scheine ist für alle Länder gleich. Man hat typische Bauwerke wie z. B. Brücken ausgewählt, die die Europäische Union symbolisieren. Jedes Bild steht für eine Epoche. Bei den Münzen jedoch, konnte jedes Land eigene Motive benutzen. So tragen z. B. die spanischen Münzen auf der Rückseite Bilder der Kathedrale von Santiago de Compostela, von Cervantes oder Juan Carlos, dem König von Spanien.

Welche Länder beteiligen sich nicht am Euro?

Folgende Länder haben sich zunächst gegen die Einführung des Euro ausgesprochen: Dänemark, Großbritannien und Schweden. Ein späterer Beitritt zur Eurozone ist jedoch nicht ausgeschlossen.

 
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