Ab dem 1. Januar 2002
wird der Euro zur Einheitswährung der Europäischen
Union. Alle alltäglichen Zahlungen, die bisher mit Pesetas
abgewickelt wurden, werden dann mit dem Euro getätigt.
Auch alle normalen Geschäftsvorgänge wie z. B. Kaufgeschäfte,
Rechnungen, Buchführung etc., werden dann ausschließlich
in Euro abgewickelt.
Wert: 1 Euro
entspricht 166,386 Peseten. Um die Umrechnung zu vereinfachen,
merken wir uns als Referenz: 500 Peseten sind 3 Euro und
1000 Peseten entsprechen 6 Euro.
Umtauschfrist:
28. Februar: Bis zu diesem Termin existieren
Peseten und Euro nebeneinander. Das heißt man kann
Rechnungen sowohl in Euro als auch in Peseten bezahlen.
Vom 1. März bis 30. Juni kann
man Peseten in den Banken oder Sparkassen gegen Euro eintauschen.
Ab dem 1. Juli tauscht später
nur noch die spanische Nationalbank "Banco de España"
Peseten ein.
Steuererklärungen:
Ab dem 1. Januar 2002 müssen alle
Steuererklärungen in Euro ausgewiesen werden. Nach
diesem Datum werden keine Erklärungen mehr in Pesetas
akzeptiert. Dies sollten alle Firmen berücksichtigen.
Buchführung: Ab dem 1. Januar 2002
werden alle Buchungen und Einträge in Euro ausgeführt.
Ebenso müssen alle Rechnungen ab diesem Datum in Euro
ausgestellt sein. Alle Firmen müssen daher ihre Buchführungsprogramme,
Rechnungsformulare, Gehaltsabrechnungen, etc. entsprechend
aktualisieren.
Einkaufen:
Wenn wir ab dem 1. Januar in Peseten
bezahlen, bekommen wir unser Wechselgeld in Euro zurück.
Banken:
Der 1. Januar 2002 ist ein Dienstag.
Da dieser Tag ein Feiertag ist, haben die Banken geschlossen.
Am nächsten Tag können alle Bürger ihre Peseten
in jedem Finanzinstitut gebührenfrei in Euro umtauschen
- auch wenn Sie nicht Kunde dieses Geldinstituts sind. Da
der Umtausch gebührenfrei ist, muss sich niemand ausweisen.
Nur das Gesetz zur Verhinderung der Geldwäsche fordert
die Identifikation der Personen, die mehr als 2,5 Millionen
Peseten bewegen. Auch müssen Schecks über 500.000
(3.005 Euro) namentlich ausgestellt sein.
Prinzipiell ist der Umtausch gebührenfrei,
aber in einigen Ländern wie z. B. Deutschland erheben
die Banken Gebühren für diejenigen Personen, die
kein Konto bei dem entsprechenden Geldinstitut haben. Auch
in Holland und Österreich wird für den Umtausch
ein Entgelt erhoben.
Bankautomaten:
24 Stunden nach dem Stichtag 1. Januar
werden 85% der 44.000 Bankautomaten nur noch Eurobanknoten
im Wert von 10, 20 und 50 Euro herausgeben. In den ersten
Tagen des Jahres 2002 wird es sogar nur 10- und 20-Euro-Scheine
am Bankautomaten geben.
Ab dem 15. Dezember können die
Bürger in jeder Bank einen Satz Euro-Geldscheine und
Münzen im Wert von 12,02 Euro (2.000 ptas) erhalten,
auch wenn man sie bis zum 1. Januar noch nicht einsetzen
kann.
In den ersten zwei Wochen des nächsten
Jahres verlängern viele Banken ihre Öffnungszeiten.
Alle Schecks und Überweisungen
werden ab dem 1. Januar in Euro ausgeführt.
Am 31. Dezember 2001 wandeln alle Banken
automatisch die Konten zum festgelegten Umtauschkurs in
Euro um. Nach dem 31.12. ist es unmöglich ein Konto
in Pesetas zu führen.
Rundung:
Man sollte darauf achten, ob die Preise
richtig gerundet werden, damit sich hinter der Aufrundung
auf zwei Dezimalstellen keine heimliche Preiserhöhung
versteckt.
Arbeitsverträge und Gehälter:
Ab dem 1. Januar werden alle Löhne
und Gehälter in Euro gezahlt, auch wenn der Vertrag
vor 2002 geschlossen wurde.
Wasser- und Stromrechnung:
Die europäische Kommission hat
den Wasser- und Stromwerken empfohlen, ihre Rechnungen schon
ab September 2001 in Euro auszustellen, damit sich die Bürger
an die neue Währung gewöhnen.
Falschgeld:
Die genauen Identitätsmerkmale
für den Euro sind noch geheim, um Fälschungen
im voraus zu unterbinden. Dennoch weiß man bereits
von einigen Merkmalen wie, Leuchtmarken für UV-Licht,
Wasserzeichen, etc. um die Erkennung von Falschgeld zu erleichtern.
Leider wird es immer Scheine geben, die bevorzugt gefälscht
werden, wie z. B. der 500 Euro-Schein. Man wird den Euro
auch in Ländern außerhalb der Europäischen
Union benutzen können.
Design der Münzen und
Scheine:
Das Design der Scheine ist für
alle Länder gleich. Man hat typische Bauwerke wie z.
B. Brücken ausgewählt, die die Europäische
Union symbolisieren. Jedes Bild steht für eine Epoche.
Bei den Münzen jedoch, konnte jedes Land eigene Motive
benutzen. So tragen z. B. die spanischen Münzen auf
der Rückseite Bilder der Kathedrale von Santiago de
Compostela, von Cervantes oder Juan Carlos, dem König
von Spanien.
Welche Länder beteiligen
sich nicht am Euro?
Folgende Länder haben sich zunächst
gegen die Einführung des Euro ausgesprochen: Dänemark,
Großbritannien und Schweden. Ein späterer Beitritt
zur Eurozone ist jedoch nicht ausgeschlossen.