Die Welt der Kommunikation hat sich
in den letzten 10 Jahren spektakulär weiterentwickelt.
Die Bevölkerung unseres Planeten gewöhnt sich immer
mehr an den Gebrauch der fast täglich wechselnden Informationstechnologie.
Für Millionen von Menschen hat sich der Personalcomputer
in ein alltägliches Arbeitsinstrument verwandelt, das
immer ausgereifter, immer kleiner, immer billiger wird und
immer mehr Möglichkeiten bietet. Man benutzt Computer
am Arbeitsplatz, in der Universität und zu Hause in der
Freizeit, um sich zu informieren oder z. B. Musik zu hören.
Dennoch begann der große Fortschritt
erst als man anfing, die Computer untereinander zu verbinden.
Man kann zu Recht behaupten, dass die große Wende
mit dem Internet eintrat. 1983 bezeichnet man als die Geburtsstunde
des Internets, das anfangs nur für wissenschaftliche
und militärische Zwecke genutzt wurde.
Als in den 90ern das berühmte WWW
(World Wide Web) auftauchte, begann der wahre Siegeszug
des Internets. Es bildete sich auf weltweiter Ebene ein
Netz von Computern. Anfangs waren die Verbindungen noch
eher langsam, aber mit den neuen Technologien in der Telefonie
wie ISDN, ADSL und Kabel, etc. hat sich die Geschwindigkeit
vervielfacht. Die Möglichkeit, dass Millionen Firmen
auf der ganzen Welt miteinander in Kontakt treten, Handel
treiben und Informationen austauschen, gibt der Wirtschaft
in allen Ländern eine entscheidende Wendung. Für
die Firmen gilt es nun, diesen Zug nicht zu verpassen, denn
wenn sie nicht aufspringen bleiben sie nicht wettbewerbsfähig.
Firmen ohne Internetauftritt bleiben hinter der Realität
zurück. Die Korrespondenz per E-mail ist zum wichtigen
Instrument in der Kommunikation geworden. Websiten übernehmen
den Verkauf von Produkten und Service der Unternehmen. Für
Firmen in Japan oder den Vereinigten Staaten wäre es
schwierig, zu den alten Kommunikationsmitteln Fax und Telefon
zurückzukehren, da diese immer weniger benutzt werden.
Nach wie vor gibt es noch Personen, die an der Sicherheit
des Internets besonders beim Zahlungsverkehr zweifeln. Aber
inzwischen wird nach Lösungen geforscht, die den Zahlungsverkehr
zwischen Firmen oder Privatpersonen noch sicherer machen.
Die Banken favorisieren das Internet, da es ihnen erlaubt,
mit weniger Personal zu arbeiten und mehr Produkte anzubieten.
Gleichzeitig erhält der Kunde aber die Möglichkeit
sein Konto zu kontrollieren, Überweisungen zu erledigen,
Aktien zu kaufen oder zu verkaufen, etc.
Auf der anderen Seite tritt das Mobiltelefon
(Handy) immer mehr in den Vordergrund. In Spanien rechnet
man zur Zeit mit 26 Millionen Mobiltelefonen, was bedeutet,
dass etwa 70% der Bevölkerung ein solches Telefon besitzen.
Somit wurde das Telefonieren über das Festnetz bereits
überholt. Das Handy ermöglicht ebenfalls das Versenden
von Kurzmitteilungen (SMS), welches die Gesprächskosten
vermindert. Die Jugendlichen haben hierbei fast ihre eigene
Sprache entwickelt und versenden Nachrichten, die Erwachsene
nicht verstehen können. Aber die eigentliche Revolution
der Mobiltelefonie kommt aus Japan und wird bald nach Europa
übergreifen. Es handelt sich um den sogenannten UMTS-Standard,
der nicht nur eine schnelle Kommunikation, sondern auch
das Verschicken und Empfangen von qualitativ hochwertigen
Bildern auf dem Handy ermöglicht. Doch diese Technologie
verlangt imense Investitionen in die Infrastruktur, die
die Europäischen Staaten bisher noch nicht übernehmen
wollen.
Mit dem Fortschritt in der Mobiltelefonie
ist es z. B. möglich, Videofilme auszuleihen, eine
Bestellung bei McDonalds aufzugeben, per Handy zu bezahlen,
Flug- und Bahntickets zu reservieren. In Japan ist der Handel
per Mobiltelefon, der sogenannte M-commerce, bereits weit
verbreitet. Aber dieser Umbruch in den Zahlungsmodalitäten
hängt von der sogenannten dritten Generation in der
Telekommunikation ab - der UMTS-Technologie. Diese moderne
Technologie ermöglicht nicht nur höhere Geschwindigkeiten,
sondern könnte sich kostenmindernd auswirken, da sie
unendliche Möglichkeiten für Werbung, Marketing
und Verkauf bieten. So konnte die Firma Tsutaya, der größte
Videolieferant in Japan, ihren Verkauf um 60% über
das Mobiltelefon steigern. Andere Anwendungsmöglichkeiten
wären zum Bespiel die Bezahlung von Taxifahrten.
Als letztes wären dann noch die
kleinen elektronischen Terminkalender (PDA = Personal Digital
Assistant) zu nennen, die in Wirklichkeit richtige kleine
Taschencomputer sind (oft sind Laptops durch ihr Gewicht
zu unbequem). Sie besitzen verschiedene Anwendungen wie
Terminkalender, Kalkulationsprogramme und Textverarbeitungsprogramme,
die sogar Handschriften erkennen können.
Abschließend ist zu sagen, das
der Fortschritt der neuen Technologien niemals Halt macht,
sondern im Gegenteil immer schneller in der Welt der Information
und Kommunikation voranschreitet.