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Euro ja - Peseta nein   Januar 2002
 
José Luis Hernández Socorro Curriculo
Ökonom. Direktor von Gestiones.com
 
Seit dem 1. Januar ist der Euro Bestandteil des Tagesgeschäfts aller Unternehmen, d. h. für Ein-, Verkauf, Rechnungen, Buchführung, Steuererklärungen, usw. Das Finanzamt akzeptiert keine Steuererklärungen mehr, die nicht in Euro ausgestellt sind, und die Unternehmen müssen darauf vorbereitet sein. Die Steuern stehen im klaren Verhältnis zur Buchführung und auch der Jahresabschluss muss bereits in Euro ausgedrückt werden.

Wir sollten daran denken, dass im Januar mehrere Quartalssteuern fällig werden: für natürliche Personen, Gesellschaften, die jährliche Zusammenfassung des Steuereinbehalts auf Löhne, Mieten, IGIC, usw. Rechnungen können zwar noch bis zum 28.02. in Peseten beglichen werden, ab dem 1. März dann nur noch in Euro.

Es empfiehlt sich, das Personal - besonders aber das Kassenpersonal - rechtzeitig auf die neue Währung zu schulen. Ein gut geschultes UNSER TEAM hinterlässt bei Kunden und Lieferanten einen guten Eindruck. Obwohl die neuen Geldscheine ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem besitzen, sollte man das Personal gut über eventuelle Fälschungsmöglichkeiten besonders beim 500 Euro-Schein (83.000 Pts) informieren. Ein Unternehmen in der Eurozone, welches nicht ab dem 1. Januar auf den Euro umgestellt hat, muss in Zukunft mit erheblichen Problemen rechnen.

Eventuell ist das Banksystem anfangs ein wenig überfordert und die Unternehmen, die sich nicht bis zum 31.12. vorbereitet haben, könnten dadurch in ihrer Aktivität zurückgeworfen werden. Auch andere Dienstleister, wie z. B. Steuerberater, Buchhalter und Computerspezialisten, werden sich anfangs einem höherem Arbeitsaufwand stellen müssen: Laut Gesetz muss auch die interne Buchführung in Euro geführt werden.

Ab Januar werden auch die Löhne und Gehälter in Euro gezahlt. Wenn das Unternehmen seinen Angestellten Lohn oder Gehalt überweist, geschieht dies ausschließlich in Euro.

Die Banken wickeln alle Geschäfte mit Firmen nur noch in Euro ab, auch wenn eine Firma noch eine Weile Peseten beibehalten möchte.

Einzig Bargeschäfte lassen sich noch in Peseten abwickeln, doch in kurzer Zeit werden kaum mehr Pesetas-Münzen und -Scheine im Umlauf sein, da das Bargeld ständig in Euro umgetauscht wird. Zahlungen mit der Kreditkarte werden genauso auf Euro umgestellt wie der Scheckverkehr oder Zahlungen in anderer Form. Falls eine Firma Rechnungen weiterhin in Peseten ausstellt, muss sie diese per Hand auf Euro umschreiben.

Bei der Festsetzung der Preise heißt es, mit Vorsicht zu operieren. Sich bei der Preisgestaltung zu irren, kann bei einem Unternehmen Gewinnverluste, Liquiditätsprobleme und auch den Verlust von Kunden bedeuten. Die Buchführung in einer Währung, Preise, Rechnungen und Einnahmen aber in einer anderen Währung zu führen, kann zu erheblichen Problemen führen und erhöht das Betrugsrisiko und die Gefahr eines Kontrollverlusts über die Finanzen. Auch alle zu diesem Zeitpunkt gültigen Verträge müssen zu den geltenden Umrechnungssätzen in Euro umgewandelt werden. Ebenso müssen Gesellschaften ihr Kapital auf Euro umstellen.

Die meisten Unternehmen mussten ihre Computerprogramme ersetzen oder zumindest auf eine eurofähige Version aktualisieren.

Auch wenn sich diese Ratschläge hauptsächlich auf die praktischen Aspekte in der Buchführung und Computertechnik beziehen, so hat die Euroumstellung doch auch gravierende Auswirkungen auf die Verkaufsstrategien. Der Wettbewerb zwingt alle Firmen dazu, ihre Strategie in der Preisgestaltung zu überdenken und Unternehmen, die diesen Aspekt nicht beachten, setzen langfristig gesehen ihre Zukunft aufs Spiel.

 
Zusammenfassung
 

Alle Unternehmen müssen sich auf den Euro umstellen. In der ersten Zeit kann es zu einer Überlastung im Banksystem kommen, so dass die Banken den Anforderungen der Kunden nicht gerecht werden. Aber letztlich ist die Einführung des Euro kein "unvorhersehbares Ereignis". Sollten doch unerwartete Risiken auftreten, argumentieren die Versicherungsgesellschaften damit, dass die Unternehmen sich nicht rechtzeitig und hinreichend vorbereitet haben.

 
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