Seit dem 1. Januar ist der Euro Bestandteil
des Tagesgeschäfts aller Unternehmen, d. h. für
Ein-, Verkauf, Rechnungen, Buchführung, Steuererklärungen,
usw. Das Finanzamt akzeptiert keine Steuererklärungen
mehr, die nicht in Euro ausgestellt sind, und die Unternehmen
müssen darauf vorbereitet sein. Die Steuern stehen im
klaren Verhältnis zur Buchführung und auch der Jahresabschluss
muss bereits in Euro ausgedrückt werden.
Wir sollten daran denken, dass im Januar
mehrere Quartalssteuern fällig werden: für natürliche
Personen, Gesellschaften, die jährliche Zusammenfassung
des Steuereinbehalts auf Löhne, Mieten, IGIC, usw.
Rechnungen können zwar noch bis zum 28.02. in Peseten
beglichen werden, ab dem 1. März dann nur noch in Euro.
Es empfiehlt sich, das Personal - besonders
aber das Kassenpersonal - rechtzeitig auf die neue Währung
zu schulen. Ein gut geschultes UNSER TEAM hinterlässt
bei Kunden und Lieferanten einen guten Eindruck. Obwohl
die neuen Geldscheine ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem
besitzen, sollte man das Personal gut über eventuelle
Fälschungsmöglichkeiten besonders beim 500 Euro-Schein
(83.000 Pts) informieren. Ein Unternehmen in der Eurozone,
welches nicht ab dem 1. Januar auf den Euro umgestellt hat,
muss in Zukunft mit erheblichen Problemen rechnen.
Eventuell ist das Banksystem anfangs
ein wenig überfordert und die Unternehmen, die sich
nicht bis zum 31.12. vorbereitet haben, könnten dadurch
in ihrer Aktivität zurückgeworfen werden. Auch
andere Dienstleister, wie z. B. Steuerberater, Buchhalter
und Computerspezialisten, werden sich anfangs einem höherem
Arbeitsaufwand stellen müssen: Laut Gesetz muss auch
die interne Buchführung in Euro geführt werden.
Ab Januar werden auch die Löhne
und Gehälter in Euro gezahlt. Wenn das Unternehmen
seinen Angestellten Lohn oder Gehalt überweist, geschieht
dies ausschließlich in Euro.
Die Banken wickeln alle Geschäfte
mit Firmen nur noch in Euro ab, auch wenn eine Firma noch
eine Weile Peseten beibehalten möchte.
Einzig Bargeschäfte lassen sich
noch in Peseten abwickeln, doch in kurzer Zeit werden kaum
mehr Pesetas-Münzen und -Scheine im Umlauf sein, da
das Bargeld ständig in Euro umgetauscht wird. Zahlungen
mit der Kreditkarte werden genauso auf Euro umgestellt wie
der Scheckverkehr oder Zahlungen in anderer Form. Falls
eine Firma Rechnungen weiterhin in Peseten ausstellt, muss
sie diese per Hand auf Euro umschreiben.
Bei der Festsetzung der Preise heißt
es, mit Vorsicht zu operieren. Sich bei der Preisgestaltung
zu irren, kann bei einem Unternehmen Gewinnverluste, Liquiditätsprobleme
und auch den Verlust von Kunden bedeuten. Die Buchführung
in einer Währung, Preise, Rechnungen und Einnahmen
aber in einer anderen Währung zu führen, kann
zu erheblichen Problemen führen und erhöht das
Betrugsrisiko und die Gefahr eines Kontrollverlusts über
die Finanzen. Auch alle zu diesem Zeitpunkt gültigen
Verträge müssen zu den geltenden Umrechnungssätzen
in Euro umgewandelt werden. Ebenso müssen Gesellschaften
ihr Kapital auf Euro umstellen.
Die meisten Unternehmen mussten ihre
Computerprogramme ersetzen oder zumindest auf eine eurofähige
Version aktualisieren.
Auch wenn sich diese Ratschläge
hauptsächlich auf die praktischen Aspekte in der Buchführung
und Computertechnik beziehen, so hat die Euroumstellung
doch auch gravierende Auswirkungen auf die Verkaufsstrategien.
Der Wettbewerb zwingt alle Firmen dazu, ihre Strategie in
der Preisgestaltung zu überdenken und Unternehmen,
die diesen Aspekt nicht beachten, setzen langfristig gesehen
ihre Zukunft aufs Spiel.